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Neulich bei der Rechtschreibprüfung

Wenn man Texte über Literatur schreibt, kommen mitunter ja Namen von Charakteren vor. Da man als kleine Hilfe ja ab und an die Rechtschreibprüfung nutzt, führen diese Charakternamen mitunter zu…interessanten Vorschlägen.

So zum Beispiel hier beim Genitiv des Namens des Vaters von Parzival im gleichnamigen Versepos des Wolfram von Eschenbach.
gahmuret
Ein Megaureter ist übrigens „eine angeborene Harnleiter-Missbildung. Sie kann ein- oder beidseitig auftreten. Der Megaureter imponiert durch massive Erweiterung und meist auch vermehrte Schlängelung (als Zeichen einer Längenzunahme).“1 Nicht ganz treffend, der Rechtschreibvorschlag—und das obwohl man der Rechtschreibprüfung schon den Nominativ-Namen beigebracht hatte.

  1. Wikipedia []

Episode in der Seminarbesprechung

„Ich kann das so nicht akzeptieren, was du sagst“, sprach die Lehramtstudierende zur Bachelorstudentin im vierten Semester, die sich ob der größeren Erfahrung der Magister und Lehrämter in den Diskussionen im Seminar etwas eingeschüchtert fühlte.

„Mal wieder nix verstanden“, sagte der Zyniker und schüttelte traurig den Kopf.

P.S. Natürlich widersprach der Zyniker danach auch noch der Lehramtsstudierenden. Is ja Ehrensache.

Dopplungen

Anfang des aktuellen Jahrhunderts entschloss sich die Landesregierung des Landes Sachsen-Anhalt dazu, die Ausbildung für Gymnasiallehrer in Magdeburg zu beenden und alle Gymnasiallehrer zukünftig nur noch in Halle auszubilden. Im Gegenzug wurden einige Ingenieurstudiengänge in Halle geschlossen.

Begleitet wurden diese Maßnahmen von der Forderung, die entsprechenden Lehrkräfte mögen an die jeweils andere Universität im Land wechseln. Dies geschah aber nicht in allen Fällen. So gibt es an der Uni Halle auch noch zwei Professoren aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, die nicht wie ihre Kollegen an andere Fakultäten oder Institute in Halle gewechselt sind, sondern sich im Gegenteil weigern, nach Magdeburg zu wechseln. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.
Aber das Land hat nun beschlossen, dass es sich doch lohnen könnte, zwei Standorte für die Ausbildung zu haben – für die Ingenieurausbildung natürlich. Man überlegt die Materialausbildung in Halle wieder aufzunehmen. Als Begründung wird der gestiegene Bedarf an Ingenieuren zitiert.

Dass die Lehrerausbildung in Sachsen-Anhalt auch nicht annähernd den Bedarf zu decken vermag, scheint allerdings nicht zu vergleichbaren Überlegungen zu führen, auch wenn die SPD-Landtagsfraktion zumindest ein Umdenken fordert. Aber so ist das, man fordert die Universität in Magdeburg mehrfach auf, sich ein scharfes Profil zu geben – und gestattet der Uni Halle, nein, schlägt es ihr sogar vor, eine Konkurrenz aufzubauen. Dass die Uni Halle den Vorstoß begrüßt, ist nicht überraschend. Man findet, dass die an den Hochschulen des Landes (insbesondere an der Hochschule Anhalt) ausgebildeten Bachelor ihren Master in Halle machen können. Stimmt. Das geht ja an einer Hochschule auch nicht. Eine schlechte Nachricht für die Studierenden in den 67 Master-Studiengängen an den Hochschulen des Landes.

Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt, in einem Land, in dem zwischen den beiden Universitätsstandorten von der hauptsächlich aus dem Süden des Landes stammenden politischen Verwaltung keinerlei Unterschiede gemacht werden.

Neulich in der Uni

An der Uni gibt es ja nahezu flächendeckend WLAN. Nahezu flächendeckend deshalb, weil es wegen der Stahlbetonwände mitunter eben einige Probleme mit dem Durchkommen hat. Als ich nun letztens in einer Veranstaltung saß und nach Netz suchte, fand ich auch eins…oder besser vier. Aber seht selbst. Weiterlesen

Schon wieder

Es ist schon wieder passiert. Andere handelnde Personen, dieselbe Idiotie. Naja, fast. Die Kommilitonin war der Meinung, wir würden ja nur eine Hälfte unseres Themas bearbeiten – und sie könne ja dann ruhig die Situation in Ostdeutschland vortragen. Nicht, dass das ein Viertel unseres Referats gewesen wäre. Aber hey, es ist ja mit dem Dozenten abgesprochen. Das Beste: Hätten wir nicht nachgefragt, wüssten wir gar nicht, was sie vorträgt, und die Gutste ist nach uns dran. Hätten wir uns also nicht gekümmert, wäre sie die Gearschte gewesen.

Sind an dieser Universität eigentlich alle ein bisschen…öhm…gestört? Kommunikationsunfähig? Resistent gegen Vernunft? Und wenn ja, warum bin ich das dann nicht auch?

Genauso toll ind übrigens Dozenten, deren Uhr immer noch 10 Minuten Restzeit hat, wenn die Studenten bei 3 Minuten Restzeit stehen – und dann darauf bestehen, dass das nächste 20-Minuten-Referat bereits begonnen wird. Unabhängig davon, ob die Referentin am Zusatztermin, an dem 6 Referate stattfinden, kann oder nicht. Sie kann natürlich nicht. So liegen also zwischen Teil 1 des (ausnahmsweise mal ordentlichen) Referats und dem zweiten Teil nicht nur eine Woche, sondern auch 6 weitere Themen. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie viel von Teil 1 noch präsent ist, wenn es um Teil 2 geht.

Hrmpf.

Nicht kritikfähig?

Vor einigen Wochen schrieb ich zu einem Forderungskatalog des Studentenrats der Otto-von-Guericke-Universität einen Kommentar.
Der sah in etwa so aus:

„Der Der Studentenrat fordert nachhaltige Transparenz!“
Dann bleibt zu hoffen, dass der Stura es auch schafft, die Protokolle der Sitzungen der letzten drei Monate zur Verfügung zu stellen.

Der Kommentar erschien auf der Seite des Studentenrats, wie mir der Flint bestätigte. Nun isser weg. Ich überlege ja noch, was ich davon halten soll, denn immerhin sind ein, zwei weitere Protokolle dazugekommen…wobei bei einem zweiwöchigen Sitzungsrhythmus immer noch einige fehlen. Aber irgendwie ist es da nicht weit her mit der Transparenz und der Kritikfähigkeit auf seiten des Stura.

Update 12.1.2009: Da isser ja. Kein Wunder, dass ich ihn nicht gefunden hab, gibt es doch zwei identische Posts auf der Stura-Seite.

Neues Logo für die Uni?

Die Otto-von-Guericke-Universität sucht ein neues Logo. Nun schlägt es immer hohe Wellen, wenn ein etabliertes Design überarbeitet werden soll. So schreibt der Personalrat der Uni:

Mit Unverständnis müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass weder die Personalvertretung noch die Beschäftigten der OvGU in die Planungen und Beratungen zu einem überarbeiteten Logo der Universität einbezogen worden sind, obwohl dies mehrfach angemahnt wurde.

Nun ja, man kann sagen – okay, soweit verständlich. Die Variante, dann aber eine Abstimmung „Wollen wir unser altes Logo behalten“, ohne dass die Vorschläge für ein neues Logo allgemein bekannt sind, ist doch zumindest fragwürdig.
Verwirrend wird diese Abstimmung vor allem, wenn man den Offenen Brief des Personalrats (PDF) an den Rektor liest. Dort heißt es unter anderem:

fordern wir, das Thema ,,Marketing/Logo“ TOP 1 in der Senatssitzung am 10.12.2008 der Hochschulöffentlichkeit vorzustellen und zu diskutieren und dabei eine Übertragung per lntranet auf die Bildschirme aller Mitarbeiterlnnen und Studenten/-innen zu ermöglichen

Ein verständliche und unterstützenswerte Forderung. Aber warum erhielten die Studenten der OvGU dann heute, am 09.12.2008 eine Mail des Studentenrats, der eben zur Abstimmung auffordert?

im Rahmen der Schaffung eines neuen Corporate Design für die Universität, soll ein neues Loge/Signet für die Außendarstellung der Universität eingesetzt werden. Es gibt aber auch die Auffassung, dass lieber weiterhin das Siegel der Universität als Logo erhalten bleiben soll.

Der Studierendenrat und Personalrat der Otto-von-Guericke Universität möchten eine Umfrage unter den Studierenden und den Mitarbeitern/innen in Bezug auf das neue Corporate Design durchführen.

Kurz gesagt entsteht der Eindruck, der Studentenrat wolle hier ein Meinungsbild erstellen, das auf der Senatssitzung vorgestellt werden kann, bevor die Vorschläge für ein neues Logo bekannt sind. Das ist ein sehr merkwürdiges Verhalten, denn das Argument einiger abgegebener Stimmen für das alte Logo kann jederzeit mit der Feststellung entkräftet werden, dass das neue ja noch nicht bekannt sei. Hier hat man offensichtlich nicht lange genug nachgedacht.

Es bleibt zu hoffen, dass der Senat nicht bereits am Mittwoch abschließend über die Entwürfe befindet, sondern das noch eine – hoffentlich kontroverse aber faire – Diskussion um die Vorschläge stattfindet.

Update: Wer ein wenig google bemüht, kann zumindest einen Teil des Entwurfs im Netz finden. Auf der Seite des Fachschaftsrats der FVST (Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik) fand es sich zunächst auch im Blog, allerdings heißt es dort mittlerweile „*edit* Der Entwurf wurde aus rechtlichen Gründen entfernt“. Interessanterweise steht dort auch, dass die oben angesprochen Umfrage lediglich bis morgen läuft…