Tagarchiv Idiotie

Was autorisiert Sie denn dazu?

In der vergangenen Woche fand an der FGSE die Einführungswoche für die Erstsemester statt. Außerdem beginnen gerade die Bauarbeiten zwecks Sanierung des Gemäuers. Als interessierte und hilfsbereite Studenten waren der Flint und ich natürlich auch vor Ort, um eventuell einige Unterstützung zu leisten und hier und da Hilfestellung zu geben. Obwohl die eigentliche Einführung erst am Mittwoch stattfand, waren wir schon am Montag in der Fakultät, auch in der (an sich von vornherein illusorischen) Hoffnung, jemand im Fachschaftsrat könne uns Auskunft über die geplanten Aktionen geben.
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Nichts verstanden

Letzte Woche Mittwoch gab es die Präsentationspressekonferenz zum Editha-Sarg in Halle. Trotz der unmenschlich frühen Zeit1 war ich auch vor Ort.

Zunächst das Wichtige: Fachlich ist gegen die Öffnung des Sargs wohl kaum etwas zu sagen. Nun bin ich kein Experte für Bleikorrosion, aber nach Ansehen des Sargs und der Powerpoint-Präsentation (übrigens gab’s da auch ähnliche Probleme wie bei manchem Uni-Vortrag: Aussetzer des Beamers, keine Reaktion auf Mausklick) ist die Argumentation, man habe den Bleisarkophag zunächst sichern müssen, für mich nachvollziehbar und glaubhaft. Das gleiche träfe auf die Stoffe zu, in die die Knochen eingewickelt waren. Kommen wir also zum eigentlichen Problem.

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  1. schon um 10 Uhr, entsprechend früh musste man aufstehen… []

Meinungen zu Editha

Gestern schrieb ich einen etwas längeren Bericht zum Thema „Entführung aus dem Serail Grab“. Heute nun haben sich die beiden Zeitungen des Landes Sachsen-Anhalt zu Wort gemeldet. Sowohl mit ausführlichen Berichten, als auch mit Kommentaren.
Nun gibt es ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um so eine Situation zu kommentieren. Zunächst kann man das Kind beim Namen nennen und sich mit der Ursache befassen. Oder man beschäftigt sich mit der Gesamtsituation und fokussiert ironiesierend auf die Reaktion. Letzteres läuft dann meistens darauf hinaus, dass sich die verletzte Partei doch bitte nicht so aufregen möchte und im Sinne zukünftiger konstruktiver Zusammenarbeit eben zurücksteckt. Grundsätzlich ist diese Methode positionierungsfrei – man stellt sich auf keine Seite und befasst sich nicht so sehr mit der Ursache, mit dem was Scheiße gelaufen ist.
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Leifblok

Der Flint bloggt ja grade live…neben mir sitzend und so. Und bevor der hier weiter mehr oder minder zusammenhangloses Zeug schreibt, habe ich mal eingegriffen.

1527: Theoretisch sind wir nachher noch dran, sagt der Flint. Und damit hat er auch durch aus recht. Wenn der Herr Dozent sich daran erinnert, dass wir hier auch noch sind. Das wäre gut, schließlich haben wir ja nun nicht ohne Grund vier Seiten Handout (Vier! Seiten! Handout!) gemacht. Und Audiodateien. Und so.
1529: Übrigens gehts jetzt gleich weiter – nach dem nächsten Einwurf des Dozenten. Oh, da sind wir schon. Ähm…warte, worum gehts. Ah, Jahns Werk. Immer noch zu leise, aber macht ja nix. Übrigens ist das immer noch der historische Teil. Dabei dachte ich doch eigentlich, es wäre ein linguistisches Seminar… „geht wenigstens n bisschen um Sprache“, sagt der Flint. Na gut. Wenn er meint. Ui. Referentenwechsel. Und jetzt gehts um Turnsprache. Ich gebe ab.

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Schon wieder

Es ist schon wieder passiert. Andere handelnde Personen, dieselbe Idiotie. Naja, fast. Die Kommilitonin war der Meinung, wir würden ja nur eine Hälfte unseres Themas bearbeiten – und sie könne ja dann ruhig die Situation in Ostdeutschland vortragen. Nicht, dass das ein Viertel unseres Referats gewesen wäre. Aber hey, es ist ja mit dem Dozenten abgesprochen. Das Beste: Hätten wir nicht nachgefragt, wüssten wir gar nicht, was sie vorträgt, und die Gutste ist nach uns dran. Hätten wir uns also nicht gekümmert, wäre sie die Gearschte gewesen.

Sind an dieser Universität eigentlich alle ein bisschen…öhm…gestört? Kommunikationsunfähig? Resistent gegen Vernunft? Und wenn ja, warum bin ich das dann nicht auch?

Genauso toll ind übrigens Dozenten, deren Uhr immer noch 10 Minuten Restzeit hat, wenn die Studenten bei 3 Minuten Restzeit stehen – und dann darauf bestehen, dass das nächste 20-Minuten-Referat bereits begonnen wird. Unabhängig davon, ob die Referentin am Zusatztermin, an dem 6 Referate stattfinden, kann oder nicht. Sie kann natürlich nicht. So liegen also zwischen Teil 1 des (ausnahmsweise mal ordentlichen) Referats und dem zweiten Teil nicht nur eine Woche, sondern auch 6 weitere Themen. Da kann man sich ungefähr vorstellen, wie viel von Teil 1 noch präsent ist, wenn es um Teil 2 geht.

Hrmpf.

Nicht kritikfähig?

Vor einigen Wochen schrieb ich zu einem Forderungskatalog des Studentenrats der Otto-von-Guericke-Universität einen Kommentar.
Der sah in etwa so aus:

„Der Der Studentenrat fordert nachhaltige Transparenz!“
Dann bleibt zu hoffen, dass der Stura es auch schafft, die Protokolle der Sitzungen der letzten drei Monate zur Verfügung zu stellen.

Der Kommentar erschien auf der Seite des Studentenrats, wie mir der Flint bestätigte. Nun isser weg. Ich überlege ja noch, was ich davon halten soll, denn immerhin sind ein, zwei weitere Protokolle dazugekommen…wobei bei einem zweiwöchigen Sitzungsrhythmus immer noch einige fehlen. Aber irgendwie ist es da nicht weit her mit der Transparenz und der Kritikfähigkeit auf seiten des Stura.

Update 12.1.2009: Da isser ja. Kein Wunder, dass ich ihn nicht gefunden hab, gibt es doch zwei identische Posts auf der Stura-Seite.

Montage…

Montage. Jede Woche hat einen, und mindestens 9 von 10 sind absoluter Mist.
Da geht man dann in die Uni, muss einen Vortrag halten – und wird dann davon überrascht, dass die Referatsgruppe doch um 1 mächtiger ist als erwartet. Nun gut, war nicht so tragisch, weil sich das Referat aufgrund von Zeitmangel auf die nächste Woche verschoben hat. Zur Begründung der Dozentin steht ja anderswo schon was.

Heute Teil 2. Zunächst die Frage des dritten Manns, in welcher Reihenfolge der Auftritt absolviert wird. Gut, verständlich, nachvollziehbar. Beim Blick auf die Ausarbeitung eines anderen Vortragenden dann aber „Das ist schlecht, das mach doch ich“ zu sagen, ist, sagen wir mal, problematisch. Wenn man das dann noch mit „Das hab ich aber mit ihr [gemeint ist die Dozentin] abgesprochen“ abrundet, sollte man ob des drohenden Wutausbruchs nicht noch nachfragen, ob gewisse Menschen (das bin ich) „stänkern“ wollen. Verdammich, sowas spricht man nicht mit der Dozentin ab, sondern mit den anderen Leuten in der Referatsgruppe. Kannjawohlnichwahrsein.

Dass nach diesem schönen Erlebnis das Hauptseminar ansteht, bei dem ich mich niveaumäßig und methodisch immer in Klasse 10 zurückversetzt fühle, hat auch nicht geholfen.

Montage. Kein Mensch braucht die. Echt.