Heute geht das Wörterbuch weiter mit einem Fachbegriff aus der englischen Sprache.
Weauxfing – Substantivierung. Weauxfing bezeichnet den Umstad, dass in jedem sportlichen Wettbewerb das Team, das am meisten von seinen Fans gehypt wird, unweigerlich eine Niederlage einstecken muss.
Gegenteil von Weauxfing ist das Anti-Weauxfing, das die Technik bezeichnet, die Chancen des eigenen Teams kleinzureden, in der Hoffnung, die Weauxfing-Götter zu beeinflussen. Diese Technik funktioniert jedoch nicht in jedem Fall.
Neben dem Weauxfing durch Fans scheint es allerdings auch einen Effekt beim Hypen durch Medien zu geben. Siehe die gefühlten 543 Artikel über Peyton Manning, den perfektesten Quarterback aller Zeiten, und die anschließende Niederlage durch Manning-Fehler im gestrigen Superbowl.
Weitere Informationen gibt es im The Oliver Woofing Theorem FAQ.
Heute:
Pispers-Effekt, der (Nomen, maskulinum) – beschreibt eine Situation, die eigentlich zum Lachen ist, durch ihren Kontext jedoch dafür sorgt, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Benannt nach dem Kabarettisten Volker Pispers, der es viel zu oft schafft politische Vorgänge realistisch zu beschreiben und so deren Absurdität hervorzukehren – wodurch besagter Effekt eintritt.
Syntax
In der Sprache des Zynikers gibt es einige Besonderheiten, die einen unbedarften Beobachter durchaus verwirren können. Dazu gehört das frequente Auslassen von mehr oder minder wichtigen Satzgliedern.
Am häufigsten davon betroffen scheint ironischerweise das Subjekt in der ersten Person Singular. So ist der Satz “Geh’ heut ins Kino.” mitnichten ein Imperativ, sondern lediglich die sprachökonomisch verkürzte Variante des Satzes “Ich geh’ heute ins Kino.”
Derartige Auslassungen kommen jedoch nicht nur am Satzbeginn, sondern auch am Ende vor. Hier betrifft es insbesondere Sätze, die Teil längerer Erklärungen sind. Diese werden in der Regel in dem Moment abgebrochen, wo sicher ist, dass das Gegenüber verstanden hat, worum…
Nach längerer Pause mal wieder ein neuer Eintrag im Wörterbuch.
Heute: dialekttolerant. Adjektiv.
Als dialekttolerant bezeichnet man Menschen, die gegenüber fremden Dialekten aufgeschlossen sind und nicht von diesen auf Intelligenz, sozialen Hintergrund und ähnliches des Sprechers rückschließen, geschweige denn die Sprecher deswegen diskriminieren oder eine Abneigung gegen sie entwickeln.
Allerdings hat Dialekttoleranz auch immer Grenzen. Bei mir persönlich hörts beim Sächsischen und auch zum Teil schon beim Hallenser Dialekt auf.
Zum neuen Jahr ein neues Wort. Ich erwähnte ja schon mal, dass ich zwei Sprachen spreche. Nun ist das zwar richtig, aber nicht das Ende vom Lied, denn neben der deutschen Weltsprache und diesem Dialekt, dem Englischen, spreche habe ich auch noch Latein und Französisch in der Schule gehabt. (Flachwitz bitte behalten, danke) Und aus dem Französischen kommt denn auch das nächste Wort, das ich zugegebenermaßen recht selten verwende.
trésolé, trésolée; Adj. Hierbei handelt es sich um ein Portmanteau aus den Worten très (IPA: [t??], frz.: sehr)und désolé (IPA: [de.z?.le]; frz.: untröstlich, unglücklich, trostlos), das schlicht und einfach bedeutet: sehr untröstlich, – unglücklich, – trostlos. Ich war halt schon immer sprechfaul…aber eigentlich ist das hauptsächlich sinnvoll um die ironische Distanz in den Ausdruck “Je suis désolé” (Es tut mir leid) zu bringen.
Nach längerer Pause gibts was neues fürs Wörterbuch.
ironieresistent, Adjektiv. Beschreibt die Unfähigkeit einiger Menschen, ironische Bemerkungen zu ihrem Verhalten zu verstehen und dieses Verhalten abzustellen. Siehe auch Erkenntnisunverträglichkeit.
Zur Illustration eine Anekdote. Einsatz eines Rettungsdienstes in einer Wohnsiedlung. Es ist schon recht schummrig. Der Rettungsassistent bemerkt einen Hausbewohner, der sich den Einsatz vom Fenster aus ansieht, selbst ein Kissen hatte er untergelegt, damit der Fensterrahmen nicht so an den Armen drückt. Schließlich ruft der Rettungsassistent zu ihm hoch: “Ich hab auch n Außenscheinwerfer am Fahrzeug, soll ich den anmachen? Dann können Se noch besser sehen.” (!!! Achtung, das war Ironie) – Antwort: “Ja, das wär nett.”
“in die Arbeit” erklang es heute neben mir in der Straßenbahn. Ganz klar keine Magdeburgerin, so viel war mir sofort klar. Allerdings war und ist mir immer noch unklar, wie die Magdeburger Formulierung dafür wäre.
Der Magdeburger an sich ist ja auch nicht “bei der Arbeit”, wenn er am Arbeitsplatz ist, dann ist er “auf Arbeit”. Grammatikalisch sicher nicht ganz einwandfrei, aber durchaus verständlich. Nur, wie beschreibt der Magdeburger den Vorgang des Hinbewegens zum Arbeitsplatz? Weiß das wer? Hilfe.
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