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	<title>The Sane Cynic &#187; Dat versteh ich nich</title>
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	<description>what separates us from the other dogs is that we bite to teach lessons</description>
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		<title>Laut brüllt der Kleingeist&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 17:30:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[*seufz*]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrichskirche]]></category>

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		<description><![CDATA[Am gestrigen Sonntag fand nun der Bürgerentscheid zur Ulrichskirche in Magdeburg statt. Das Ergebnis passt verständlicherweise nur den Gegnern des Wiederaufbaus: Etwa drei Viertel der Befragten sprachen sich gegen die Wiedererrichtung der zweitältesten Pfarrkirche der Stadt aus. Ihren Erfolg begründen die Gegner unter anderem damit, dass sie in den Tagen vor der Wahl noch einmal &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am gestrigen Sonntag fand nun der Bürgerentscheid zur Ulrichskirche in Magdeburg statt. Das Ergebnis passt verständlicherweise nur den Gegnern des Wiederaufbaus: Etwa drei Viertel der Befragten sprachen sich gegen die Wiedererrichtung der zweitältesten Pfarrkirche der Stadt aus. Ihren Erfolg begründen die Gegner unter anderem damit, dass sie in den Tagen vor der Wahl noch einmal besonders erfolgreich Aufklärungsarbeit betrieben hätten. &#8220;Wir haben uns bemüht, den Leuten Argumente zu liefern, mit denen sie dann eine Entscheidung treffen können&#8221;, so Carola Schumann, Vertreterin der Bürgerinitiative gegen den Wiederaufbau (die ja offiziell &#8220;Demokratie wagen &#8211; Bürger fragen&#8221; heißt&#8230;) Man habe sich auch beim Tunnelbau eine Bürgerbefragung vorstellen können.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_0_455" id="identifier_0_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lustig, warum hat man&amp;#8217;s denn nicht gemacht? Da gibt es schlie&szlig;lich auch eine zahlenstarke Gegnerschaft&amp;#8230;">1</a></sup><br />
<span id="more-455"></span><br />
Was sind denn das nun für Argumente? Kurz vor der Wahl schaltete die Bürgerinitiative eine halbseitige Anzeige in der Magdeburger Volksstimme, die zehn Argumente auflistete.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_1_455" id="identifier_1_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Verantwortlich im Sinne des Presserechts waren &uuml;brigens zwei Firmen, die WBM GmbH und die DREMA Maschinenbau GmbH. Das ist kein Aufruf zum Boykott, aber doch interessant, dass hier nicht die BI auftritt&amp;#8230;">2</a></sup> Schauen wir uns doch die zehn Argumente kurz an, hm?</p>
<blockquote><p>1. Der Frevel aus Ulbrichts Zeiten lässt sich nicht durch einen weiteren Gewalt-Eingriff in das Stadtbild wiedergutmachen</p></blockquote>
<p>Dass es sich bei der Sprengung im Jahre 1956 um einen Frevel handelte, scheint zumindest Konsens zu sein. Aber dann: &#8220;weiterer Gewalt-Eingriff&#8221;? Wem wird denn hier Gewalt angetan? Niemand will hier mit Gewalt eine Kirche bauen &#8211; wenn es sich um einen Gewalt-Eingriff ins Stadtbild handelte, gäbe es wohl kaum einen Bürgerentscheid. Das Kuratorium zum Wiederaufbau auf eine moralische Stufe mit Ulbricht und seinen Handlangern zu Stellen ist schlicht frech.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_2_455" id="identifier_2_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nach dem Ma&szlig;stab B&uuml;rgerbeteiligung ist &uuml;brigens jegliche Bauma&szlig;nahme in Magdeburg seit 1990 ein &amp;#8220;Gewalt-Eingriff&amp;#8221;.">3</a></sup><br />
Aber weiter&#8230;</p>
<blockquote><p>2. Mit der Kopie eines historischen Gebäudes holt man die Original-Ulrichskirche nicht aus der Vergangenheit zurück</p></blockquote>
<p>Es stimmt, die wieder errichtete Kirche wird nicht identisch mit der 1956 gesprengten Kirche sein. Aber ab wann ist ein Gebäude denn eine Kopie? Ist es eine Kopie, wenn man nach alten Plänen mit Originalsteinen eine Ruine wieder aufbaut, so wie in Dresden die Frauenkirche? Und wenn ja &#8211; wie viele neue Steine darf man einsetzen? 5 Prozent oder 10&#8230;oder gar 50?<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_3_455" id="identifier_3_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Um sich ein Bild von der Zahl der Originalsteine in der Fassade der Dresdner Frauenkirche zu machen, klicke man hier.">4</a></sup> Die Grundmauern der Ulrichskirche – und somit vermutlich auch Krypta etc. – sind unter etwa 50 Zentimeter Mutterboden verborgen, dürften also mehr oder weniger im Zustand von 1945 erhalten sein. Steine aus der Fassade wurden beispielsweise im Zoo verbaut und sind durchaus zum Bau wiederverwendbar.</p>
<blockquote><p>3. Die wiedererrichtete Kirche hat keinerlei ideellen Wert. Sie wird ein Neubau sein, in der (sic!) Luther nie war, Guericke nie getauft wurde oder geheiratet hat. Wer den späteren Besuchern der Kirche erzählt, dass hier einst Luther gebetet hätte oder Guericke getauft wurde, der lügt!</p></blockquote>
<p>Es stellt sich hier wieder die (meiner Meinung nach eher philosophische) Frage, ob die Kirche nun ein Neubau wäre oder eben eine Wiedererrichtung. Die Behauptung, der Bau hätte keinerlei ideellen Wert, ist zumindest zweifelhaft. Luther war kaum in einem im 21. Jahrhundert wieder errichteten Gebäude. Sicher ist Luther aber <strong>an dieser Stelle</strong> gewesen, wurde Guericke <strong>an dieser Stelle</strong> getauft, hat Guericke <strong>an dieser Stelle</strong> geheiratet.<br />
Der ideelle Wert eines Gebäudes bemisst sich aber nicht nur aus historischen Ereignissen, sondern auch aus dem, was die Menschen der Stadt, jeder für sich, mit dem Bau verbinden. So wie die wieder aufgebaute Johanniskirche das Engagement der Bürger symbolisiert, wäre auch die wieder errichtete Ulrichskirche ein Beispiel bürgerlichen Engagements – nicht nur in Magdeburg, sondern darüber hinaus.<br />
Was den Vorwurf der Lüge angeht, kann ich nur hoffen, dass kein Mitglied der Bürgerinitiative je einem Dritten auf dem Alten Markt erzählt hat, dass der Magdeburger das älteste freistehende Reiterdenkmal nördlich der Alpen wäre. Das vergoldete Exemplar ist schließlich auch nur eine Kopie – und hat sicher keinerlei ideellen Wert.</p>
<blockquote><p>4. Durch den Bau der Ulrichskirche würde die Stadt bei leeren Kassen ein Filetgrundstück und damit einen erheblichen Vermögenswert verschenken.</p></blockquote>
<p>Gegen dieses Argument ist eigentlich nichts zu sagen. Es stimmt: die Stadt überließe dem Kuratorium zum Bau der Ulrichskirche den zum Bau nötigen Grund. Aber die Frage ist, was der Grund sonst wert wäre. Da gibt es beispielsweise die Aussage des Oberbürgermeisters, dass dort außer der Kirche nichts errichtet werden wird. Wir haben es also mit einem Grundstück in guter Lage zu tun, das <strong>nicht bebaut werden kann</strong>. Da sich der angesprochene Wert für die Stadt aber nur durch einen Verkauf realisieren ließe, stellt sich die Frage, wer überhaupt Geld für ein Stück Grünfläche ausgeben würde.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_4_455" id="identifier_4_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich gehe jetzt mal nicht darauf ein, dass die B&uuml;rgerinitiative auch argumentiert hat, dass die Gr&uuml;nfl&auml;che gerettet werden muss&amp;#8230;">5</a></sup> Das Grundstücksargument scheint mir daher auch eher akademischer Natur zu sein.</p>
<blockquote><p>5. Angeblich soll der Wiederaufbau &#8220;nur&#8221; 25 bis 30 Millionen Euro kosten. Wir sagen: Auch dieses Projekt wird, wie alle Großprojekte, zwei- bis dreimal teurer!</p></blockquote>
<p>Ja, Großprojekte werden oft teurer als verkündet. Das liegt übrigens nicht selten daran, dass zwischen Planung und Baubeginn mehrere Jahre mit quasi-natürlicher Teuerung liegen. Die hier mitschwingende Unterstellung, dass die vom Kuratorium genannten Kosten absichtlich nach unten gerechnet wurden, ist natürlich nicht belegbar. Auch die Formulierung &#8220;zwei- bis dreimal teurer&#8221; ist interessant. Das ist nicht dasselbe wie &#8220;zwei- bis dreimal so teuer&#8221;. Letzteres würde Baukosten von 60 bis 90 Millionen bedeuten, ersteres 90 bis 120 Millionen.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_5_455" id="identifier_5_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Inwiefern das jetzt tats&auml;chlich gemeint ist, kann ich nat&uuml;rlich nicht beurteilen. Kann ja auch eine Formulierungsschw&auml;che sein.">6</a></sup></p>
<blockquote><p>6. Der Wiederaufbau soll durch Spendengelder und Fördermittel finanziert werden. Spenden sind steuerlich absetzbar – damit gehen Staat und Stadt Steuermittel verloren.</p></blockquote>
<p>Uiha. Natürlich sind Spenden steuerlich absetzbar. Damit belohnt der Staat gesellschaftliches Engagement. Das ist so gewollt. Aber ein Denkfehler ist natürlich da: Man muss ja nicht absetzen, man kann auch einfach so spenden. Man kann übrigens auch Geld spenden, wenn man gar keine Einkommenssteuer zahlt, da geht dem Staat dann nichts verloren.<br />
Wenn man übrigens so anfängt zu argumentieren, muss man natürlich auch sehen, dass die avisierten 30 Millionen Euro zum Aufbau ja nicht dem Geldstrom entnommen werden, sondern als Baukosten wieder zurückfließen. Ich kann nicht beurteilen, wie sich das genau auswirkt, aber irgendwer zahlt auf diese 30 Millionen garantiert Steuern.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_6_455" id="identifier_6_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und wie viele Arbeitspl&auml;tze man mit dem Geld schaffen w&uuml;rde&amp;#8230; Uiuiui, Tiffy.">7</a></sup></p>
<blockquote><p>7. Fördermittel fallen nicht vom Himmel. Auch sie sind hart erarbeitete Steuergelder</p></blockquote>
<p>Stimmt, tun sie nicht. Ja, sind sie. Aber es sind eben Fördermittel geworden und keine Rücklagen auf dem Sparbuch der Europäischen Union. Man sollte sich nicht wundern, dass mit Fördermitteln etwas gefördert wird. Das ist oft so.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_7_455" id="identifier_7_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wirklich jetzt.">8</a></sup> Übrigens gibt es noch so etwas wie die Fördermittelvergabe, da werden die geförderten Projekte in der Regel geprüft. Es ist also nicht so, als könnte das Kuratorium da mal eben vorbei gehen und einen Scheck abholen.</p>
<blockquote><p>8. Am Ende ist es doch nur wieder der Steuerzahler, der für die Ulrichskirche zur Kasse gebeten wird.</p></blockquote>
<p>Das stimmt nicht. Am Ende bezahlt das alles Lieschen Müller, Mustergasse 37 in Musterstadt.<br />
Im Ernst: Natürlich kommen Fördermittel aus Steuergeld, aber die Ulrichskirche soll nicht ausschließlich aus Steuergeldern erbaut werden, so dass es nicht <strong>nur </strong>der Steuerzahler ist. Davon ab gibt es kein Mitbestimmungsrecht über die Verwendung von Steuergeldern. Die gehören nämlich nicht dem Steuerzahler. Ich finde es zum Beispiel nicht so toll, dass von meiner Mehrwertsteuer eine ICE-Verbindung über Hinterpusemuckel ausgebaut wird und in meiner Heimat kaum noch ICEs halten. Aber ich kann nicht mit Hinweis auf meine Steuerzahlung dort Widerspruch einlegen. Ich kann nur über meine Wahlentscheidung bzw. Basisdemokratie Einfluss nehmen&#8230;oh Moment, tun wir grad&#8230;</p>
<blockquote><p>9. Das ist Geld, dass wesentlich sinnvoller eingesetzt werden könnte, u.a. in Kindergärten oder Schulen bzw. in stadtbildprägende Objekte, die dringend sanierungsbedürftig sind (z.B. Hyparschale).</p></blockquote>
<p>Worauf bezieht sich dieses &#8220;das&#8221;? Geld wird überall gebraucht, ohne Frage. Die Kommune ist weitgehend pleite, kann daher nicht allen Aufgaben so nachkommen, wie sie es vielleicht müsste. Aber Privatleute können ihr Geld dort investieren, wo sie es für richtig halten – und nicht da, wo es eine Bürgerinitiative für &#8220;wesentlich sinnvoller&#8221; hält.<br />
Ich würde nicht für sanierte Schulen oder Kindergärten spenden. Aber für einen stadtbildprägenden Bau wie die Ulrichskirche, dafür hätte ich sicher gespendet – und werde es auch tun, wenn sich der Neubau doch noch durchsetzt.<br />
Wenn sich das Wörtchen &#8220;das&#8221; doch auf die Fördermittel bezieht, so bleibt zu sagen, dass die Zahl der verschiedenen Förderprogramme zwar arg unübersichtlich ist, ich aber doch bezweifle, dass es Töpfe gibt, aus denen genauso der Wiederaufbau der Ulrichskirche und die Sanierung von Schulen bzw. Kindergärten gefördert werden kann. Hier vermischt die Bürgerinitiative wieder grundverschiedene Dinge.</p>
<blockquote><p>10. Völlig offen ist, wer die Betriebskosten einer &#8220;neuen&#8221; Ulrichskirche übernimmt. Was ist, wenn sich das Kuratorium Ulrichskirche nach ein paar Jahren auflöst?</p></blockquote>
<p>Nach Aussagen des Kuratoriums soll zur Sicherung des Baus und des Betriebs eine Stiftung gegründet werden. Insofern ist die Frage nach der Auflösung des Kuratoriums an sich hinfällig. Zur Sicherung der Betriebskosten schlägt das Kuratorium die Nutzung der Unterkirche als Kolumbarium vor, allerdings nur als einer von mehreren Faktoren.<br />
Leider – und das sehe ich als Hauptgrund für die Niederlage des Kuratoriums für den Wiederaufbau – ist es nicht gelungen, einer breiteren Öffentlichkeit die Nutzungskonzeption vorzustellen und die Finanzierbarkeit des Betriebs klar darzulegen.</p>
<p>Soweit zu den zehn &#8220;Argumenten&#8221; der Gegner der Ulrichskirche – in denen das ursprünglich am stärksten propagierte, der Erhalt der Grünfläche, gar nicht mehr vorkommt. Es handelt sich bei den Argumenten um eine Kombination aus Glaubensfragen (Ist es Original oder Kopie), Unterstellungen (Grundstückswert, Baukosten) und schlichtem Unsinn. Immerhin brachte keiner das Argument, eine Ulrichskirche brächte nicht einen Touristen mehr in die Stadt.<br />
Leider hat das offenbar gereicht, eine breite Mehrheit der Bevölkerung hinter sich zu bringen. Wieso das so ist, kann und will ich hier nicht beurteilen, ich empfinde es aber als äußerst ärgerlich, dass die Stadt Magdeburg wieder einmal gezeigt hat, dass sie mehrheitlich von Kleingeistern und Verhinderern bevölkert wird.</p>
<p>P.S. Die Stadt will sich als Kulturhauptstadt Europas bewerben. Das wird bestimmt zwei- bis dreimal teurer und außerdem schaffen die das eh nicht. Der Titel der Kulturhauptstadt bringt bestimmt auch nicht einen Touristen mehr in die Stadt.<sup><a href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/03/21/laut-brullt-der-kleingeist/#footnote_8_455" id="identifier_8_455" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Glaubt ihr nicht? Doch, doch, ich bin mir ganz sicher.">9</a></sup> Wer macht mit mir &#8216;ne Bürgerinitiative?</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_455" class="footnote">Lustig, warum hat man&#8217;s denn nicht gemacht? Da gibt es schließlich auch eine zahlenstarke Gegnerschaft&#8230;</li><li id="footnote_1_455" class="footnote">Verantwortlich im Sinne des Presserechts waren übrigens zwei Firmen, die <a href="http://www.wbm-gmbh.de/index.html">WBM GmbH</a> und die <a href="http://www.drema.de/index.html">DREMA Maschinenbau GmbH</a>. Das ist kein Aufruf zum Boykott, aber doch interessant, dass hier nicht die BI auftritt&#8230;</li><li id="footnote_2_455" class="footnote">Nach dem Maßstab Bürgerbeteiligung ist übrigens jegliche Baumaßnahme in Magdeburg seit 1990 ein &#8220;Gewalt-Eingriff&#8221;.</li><li id="footnote_3_455" class="footnote">Um sich ein Bild von der Zahl der Originalsteine in der Fassade der Dresdner Frauenkirche zu machen, klicke man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Frauenkirche_Dresden_Juni_2004.jpg">hier</a>.</li><li id="footnote_4_455" class="footnote">Ich gehe jetzt mal nicht darauf ein, dass die Bürgerinitiative auch argumentiert hat, dass die Grünfläche gerettet werden muss&#8230;</li><li id="footnote_5_455" class="footnote">Inwiefern das jetzt tatsächlich gemeint ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Kann ja auch eine Formulierungsschwäche sein.</li><li id="footnote_6_455" class="footnote">Und wie viele Arbeitsplätze man mit dem Geld schaffen würde&#8230; Uiuiui, Tiffy.</li><li id="footnote_7_455" class="footnote">Wirklich jetzt.</li><li id="footnote_8_455" class="footnote">Glaubt ihr nicht? Doch, doch, ich bin mir ganz sicher.</li></ol>]]></content:encoded>
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		<title>Kommunikationsschwierigkeiten</title>
		<link>http://sanity.madcynic.com/blog/2011/01/16/kommunikationsschwierigkeiten/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 10:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ich]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[Rätselhaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Tage schrieb ich eine Mail an die Agentur für Arbeit, schließlich stehe ich kurz vorm Abschluss meines Studiums (ja, unglaublich, oder? Mir ist auch als hätte ich mich gestern erst eingeschrieben&#8230; *prust*). Ich wollte eigentlich nur eine Kontakt(mail)adresse der Akademikerbetreuung wissen, da ich momentan nicht die Zeit habe, zwischen 8 und 18 Uhr mit &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2011/01/16/kommunikationsschwierigkeiten/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Tage schrieb ich eine Mail an die Agentur für Arbeit, schließlich stehe ich kurz vorm Abschluss meines Studiums (ja, unglaublich, oder? Mir ist auch als hätte ich mich gestern erst eingeschrieben&#8230; *prust*). Ich wollte eigentlich nur eine Kontakt(mail)adresse der Akademikerbetreuung wissen, da ich momentan nicht die Zeit habe, zwischen 8 und 18 Uhr mit der Agentur zu telefonieren.</p>
<p>Hier die Antwort: </p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Zander,</p>
<p>vielen Dank für Ihre E-Mail. </p>
<p>Ihr Anliegen kann nicht abschließend bearbeitet werden. Es werden noch weitere Informationen von Ihnen benötigt. Bitte setzen Sie sich unter der unten angegebenen Service Nummer mit uns in Verbindung. </p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Ihre Agentur für Arbeit</p></blockquote>
<p>&#8230;<br />
Ähm&#8230;okay. Das war nicht sehr hilfreich, oder? Zugegeben, ich hätte natürlich in meiner Anfrage schreiben können, dass ich an der Uni in Magdeburg studiere &ndash; aber ich habe ja nicht ohne Grund die Agentur für Arbeit in Magdeburg angemailt und nicht die in Hinterpusemuckel. Und selbst wenn die Damen und Herren noch Informationen von mir brauchen, so könnten sie doch wenigstens in die Mail schreiben, welche das sind. Augenfarbe, Wohnort, Körpergröße, politische Einstellung, Studiengang?<br />
Im übrigen sehe ich natürlich nicht ein, während meiner Arbeitszeit mit dem Handy für &#8220;höchstens 42 ct/min&#8221; mit der Agentur zu telefonieren.<br />
Wenn die telefonische Kontaktaufnahme der einzig gangbare Weg ist, sollte man halt keine Mailadresse veröffentlichen.</p>
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		<title>Antwort vom DFB</title>
		<link>http://sanity.madcynic.com/blog/2009/05/20/antwort-vom-dfb/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 09:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
		<category><![CDATA[Dynamo Dresden]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Sammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Montag schrieb ich einen Beitrag zu meiner Meinung nach missverständlichen Äußerungen des DFB-Sportdirektors Matthias Sammer. Gleichzeitig schrieb ich auch eine nur in Nuancen veränderte Mail an den DFB mit der Bitte um Klarstellung. Gestern abend erreichte mich nun die Antwort des DFB. Da ich bereits in der ersten Mail darauf hinwies, dass der Inhalt &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2009/05/20/antwort-vom-dfb/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag schrieb ich <a href="/2009/05/18/eine-frage-an-matthias-sammer/">einen Beitrag</a> zu meiner Meinung nach missverständlichen Äußerungen des DFB-Sportdirektors Matthias Sammer. Gleichzeitig schrieb ich auch eine nur in Nuancen veränderte Mail an den DFB mit der Bitte um Klarstellung. Gestern abend erreichte mich nun die Antwort des DFB. Da ich bereits in der ersten Mail darauf hinwies, dass der Inhalt zeitgleich hier publiziert wird, veröffentliche ich jetzt auch mal die Antwort.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Z.,</p>
<p>Sie interpretieren die Aussagen des DFB-Sportdirektors Matthias Sammer in diesem Zusammenhang falsch. Zudem ist es einer einzelnen Person gar nicht möglich, in dieser Art in das Lizenzierungsverfahren einzugreifen. Ihre Vorwürfe und Verdächtigungen sind aus der Luft gegriffen.</p>
<p>Interessanterweise erreichen uns häufig Beschwerden, dass sich Matthias Sammer zu wenig für den Fußball im Osten einsetzen würde.</p>
<p>Am Ende hat es eben doch jeder Verein erstmal selbst in der Hand&#8230;oder besser gesagt auf dem Fuß.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>DFB-Pressestelle</p></blockquote>
<p>Da ich mit dieser Antwort nun nicht wirklich zufrieden bin &#8211; schließlich hat die Pressestelle das wichtige hübsch umkreist, konnte ich gar nicht anders &#8211; ich musste noch einmal nachfragen.</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Anfrage. Ich muss allerdings zunächst einmal klarstellen, dass es sich bei meiner Anfrage weder um einen Vorwurf noch um eine Verdächtigung handelte, sondern um die Bitte um eine Stellungnahme. Da Sie ja selbst schreiben, eine einzelne Person könne gar nicht &#8220;in dieser Art in das Lizenzierungsverfahren&#8221; eingreifen, stellt sich mir allerdings weiterhin die Frage, worin die Hilfe von Matthias Sammer für Dynamo Dresden denn nun besteht, die er in dem von mir zitierten Beitrag meint.</p>
<p>Konkret:<br />
1. Was meint Matthias Sammer, wenn er sagt, er könne dem Verein Dynamo Dresden &#8220;nicht mehr&#8221; helfen?<br />
2. Hat Matthias Sammer dem Verein Dynamo Dresden in der Vergangenheit geholfen?<br />
3. Wäre es nicht problematisch, wenn ein Mitglied der Sportlichen Leitung des nationalen Verbandes einem einzelnen Verein unter die Arme greift, obwohl die Aufgabe des nationalen Verbandes doch sicher die Förderung des Fußballsports in seiner Gesamtheit ist?</p>
<p>Es ist in der Tat schade, dass Sie oftmals Beschwerden erreichen, Herr Sammer würde sich nicht genug für den Fußball im Osten einsetzen. Das ist, so wie ich das DFB-Organigramm verstehe, allerdings ja auch gar nicht seine Aufgabe, sondern wäre die Aufgabe des gesamten Deutschen Fußball-Bunds.</p></blockquote>
<p>Mal sehen, was da jetzt kommt.</p>
<p>Es kam das folgende:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrter Herr Z.,</p>
<p>Sie sprechen in ihrem ersten Schreiben von einem &#8220;merkwürdigen Bild&#8221;. Deshalb haben wir von &#8220;Verdächtigungen&#8221; gesprochen. Davon abgesehen geben wir gerne ein Statement ab &#8211; was wir ja auch in der vergangenen Mail getan haben.</p>
<p>Matthias Sammer hat u.a. das Sportgymnasium Dresden besucht. Anbei senden wir Ihnen eine Link über eine Ehrung, die Matthias Sammer als Repräsentant des DFB vorgenommen hat.</p>
<p><a href="http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=15769&amp;tx_dfbnews_pi1[sword]=Sammer%20Dresden&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=121" target="_blank">http://www.dfb.de/index.php?id=500014&amp;tx_dfbnews_pi1[showUid]=15769&amp;tx_dfbnews_pi1[sword]=Sammer%20Dresden&amp;tx_dfbnews_pi4[cat]=121</a></p>
<p>Dass jeder eine Biografie hat, so wie Sie auch Ihre Herkunft und Ihre Kultur haben, ist doch ganz normal. Und dass Matthias Sammer eben aus Dresden stammt, und dort in seinen Jahren beim DFB zwei oder maximal drei Termine gemacht hat, ist schlicht normal.</p>
<p>Ansonsten geben wir Ihnen in jedem Punkt recht &#8211; es geht um die Förderung des Fußballsportes insgesamt.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>DFB-Pressestelle</p></blockquote>
<p>Tja, was soll man dazu sagen? Konkrete Fragen, auf die gar nicht eingegangen wird&#8230;man könnte es beredtes Schweigen nennen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine Frage an Matthias Sammer</title>
		<link>http://sanity.madcynic.com/blog/2009/05/18/eine-frage-an-matthias-sammer/</link>
		<comments>http://sanity.madcynic.com/blog/2009/05/18/eine-frage-an-matthias-sammer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 May 2009 15:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[DFB]]></category>
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		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Sammer]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Sonnabend strahlte der Mitteldeutsche Rundfunk in seiner Sendung Sport im Osten einen Beitrag aus, der sich mit der Frage des Sportdirektors bei Dynamo Dresden beschäftigte. Zu Wort kam auch der ehemalige Dynamo-Spieler Matthias Sammer, besser bekannt als DFB-Sportdirektor. Neben generellen Freundschaftsbezeugungen Richtung Ralf Minge (Ex-Sportdirektor bei Dynamo) fiel dabei auch ein Satz, der &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2009/05/18/eine-frage-an-matthias-sammer/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Sonnabend strahlte der Mitteldeutsche Rundfunk in seiner Sendung Sport im Osten einen Beitrag aus, der sich mit der Frage des Sportdirektors bei Dynamo Dresden beschäftigte. Zu Wort kam auch der ehemalige Dynamo-Spieler Matthias Sammer, besser bekannt als DFB-Sportdirektor. Neben generellen Freundschaftsbezeugungen Richtung Ralf Minge (Ex-Sportdirektor bei Dynamo) fiel dabei auch ein Satz, der aufhorchen lässt: </p>
<blockquote><p>Da kann ich auch mit einem bisschen Abstand dem Verein nicht mehr helfen.</p></blockquote>
<p>Was meint Sammer damit? Zum Thema muss man wissen, dass der Verein Dynamo Dresden nicht erst in dieser Saison in die Schlagzeilen geriet, weil er angeblich kurz vor der Pleite stand. In der Saison 2006/07 war dies auch bereits der Fall. Dort gab Dynamo bekannt, dass sie nicht mehr liquide seien, just in dem Augenblick, als der Abriss und damit der Neubau des Stadions in Dresden begonnen hatte. Dieses Stadion ist ein städtisches Stadion, das die Stadt mit Dynamo Dresden als Hauptnutzer errichtet. Als der Verein nun vor der Pleite stand, gab es ein Darlehen der Stadt unter der Bedingung, ein Sanierungskonzept vorzulegen. Das ist bisher noch nicht geschehen.</p>
<p>Die Frage ist allerdings, wie ein Verein überhaupt in diese Schieflage kommen, und dennoch die Lizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen konnte. Für 2006/07 hat der Verein einen Etat eingereicht, der nach den Worten des <a href="http://www.bultras.net/?p=694">mittlerweile zurückgetretenen</a> Aufsichtsratschefs Thomas Mulansky nicht vom Aufsichtsrat abgesegnet gewesen ist. In diesem Etat wurde unter anderem mit einem Zuschauerschnitt kalkuliert, der wegen des Stadionumbaus in Dresden gar nicht haltbar war. Kurz gesagt &#8211; die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins war nicht gegeben. Dynamo Dresden erhielt die Lizenz.<br />
Für 2008/09 reichte der Verein wieder einen Etat ein und wieder erhielt er die Lizenz &#8211; um pünktlich zur Winterpause zu vermelden, dass man nicht mehr liquide sein. Dieses Mal sprang Kinowelt-Besitzer Michael Kölmel, durch großzügige Darlehen an mehrere Vereine (1. FC Union Berlin, Karlsruher SC, FC Sachsen Leipzig, 1. FC Magdeburg) schon bekannt, ein und half Dynamo mit einem Darlehen über die Runden. Als Gegenleistung erhielt er von Dresden die Rechte am Vereinslogo&#8230;<br />
Noch hat Dynamo Dresden keine Lizenz für 2009/10 erteilt bekommen, aber das scheint nur eine Frage der Zeit.</p>
<p>Nimmt man nun die fragwürdigen Lizenzentscheidungen und setzt sie in Zusammenhang mit dem mdr-Beitrag, in dem unter anderem die Rede davon ist, Sammer habe &#8220;seine Hand schützend&#8221; über den Verein gehalten, kombiniert mit Sammers eigener Aussage, er könne &#8220;dem Verein nicht mehr helfen&#8221;, so entsteht doch ein recht merkwürdiges Bild. Was genau meint der mdr, wenn er von der schützenden Hand spricht und was meint Sammer, wenn er sagt, er kann nicht mehr helfen? Und zu guter Letzt: Warum fragte der mdr nicht <a href="http://www.direkter-freistoss.de/2009/05/18/dsf-zdf-ndr-hoeness-magath-schaaf/">gleich nach?</a></p>
<p>Den mdr-Beitrag findet man noch <a href="http://www.mdr.de/sport/">hier</a>, es ist Nummer 20, &#8220;Fußball: Kehrt Ralf Minge zurück?&#8221;</p>
<p>Disclaimer: Ich bin Anhänger des 1. FC Magdeburg, einem Verein, der sich als Geschädigter betrachten könnte, wenn Dynamo Dresden zu Unrecht die Lizenz für 2008/09 erhielt.</p>
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		<title>Meinungen zu Editha</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jan 2009 11:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[Editha]]></category>
		<category><![CDATA[Idiotie]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[medien]]></category>
		<category><![CDATA[Respekt]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern schrieb ich einen etwas längeren Bericht zum Thema &#8220;Entführung aus dem Serail Grab&#8221;. Heute nun haben sich die beiden Zeitungen des Landes Sachsen-Anhalt zu Wort gemeldet. Sowohl mit ausführlichen Berichten, als auch mit Kommentaren. Nun gibt es ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um so eine Situation zu kommentieren. Zunächst kann man das Kind beim Namen &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2009/01/27/meinungen-zu-editha/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern schrieb ich einen etwas <a href="/2009/01/26/wie-man-eine-stadt-vor-den-kopf-stost/">längeren Bericht</a> zum Thema &#8220;Entführung aus dem <span style="text-decoration: line-through;">Serail</span> Grab&#8221;. Heute nun haben sich die beiden Zeitungen des Landes Sachsen-Anhalt zu Wort gemeldet. Sowohl mit ausführlichen Berichten, als auch mit Kommentaren.<br />
Nun gibt es ja grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um so eine Situation zu kommentieren. Zunächst kann man das Kind beim Namen nennen und sich mit der Ursache befassen. Oder man beschäftigt sich mit der Gesamtsituation und fokussiert ironiesierend auf die Reaktion. Letzteres läuft dann meistens darauf hinaus, dass sich die verletzte Partei doch bitte nicht so aufregen möchte und im Sinne zukünftiger konstruktiver Zusammenarbeit eben zurücksteckt. Grundsätzlich ist diese Methode positionierungsfrei &#8211; man stellt sich auf keine Seite und befasst sich nicht so sehr mit der Ursache, mit dem was Scheiße gelaufen ist.<br />
<span id="more-164"></span><br />
Die beiden großen Zeitungen im Land erscheinen nun in den beiden großen Städten, die sich ja, wie gestern erwähnt, nicht sonderlich gut verstehen. Nun kann die Stadt Halle als solches nichts für die Vorgänge um Edithas Gebeine, aber dennoch ist es interessant zu sehen, wie die beiden Zeitungen diese Aufgabe lösen.<br />
Unter der Überschrift <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1229852977390&#038;calledPageId=987490165154">&#8220;Unnötiger Streit&#8221;</a> stellt die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitteldeutsche_Zeitung">Mitteldeutsche Zeitung (Halle)</a> zunächst fest, dass die beiden Städte kein Traumpaar seien, aber gesunde Konkurrenz nicht schädlich sei. Danach aber kritisiert der Kommentar deutlich das Vorgehen der Verantwortlichen des Landesamts für Archäologie, damit sei dem Landesarchäologen Harald Meller und seinem Amt das Aufwärmen alter Animositäten zwischen beiden Städten &#8220;sehr gut gelungen&#8221;. Die Kommentatorin äußert Verständnis für die in Magdeburg geäußerten Vorwürfe der Arroganz und Respektlosigkeit. Die MZ kommt letztlich zum Schluss, eine Präsentation in Magdeburg wäre die bessere Wahl gewesen, auch wenn &#8220;die Beteiligten wegen fehlender wissenschaftlicher Erkenntnisse mehr gemutmaßt, als gewusst&#8221; hätten.<br />
Hier hat man sich bei der Mitteldeutschen Zeitung also für Variante 1 der Kommentierung entschieden, die Nennung der Ursache eines Streits und Kritik daran.</p>
<p>Wie nun hat die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volksstimme">Magdeburger Volksstimme</a> die Aufgabe der Meinungsäußerung gelöst? Unter der Titelzeile <a href="http://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/meinung_und_debatte/kommentar/?em_cnt=1310919&#038;">&#8220;Männer&#8221;</a> findet sich ein leicht ironischer Kurzkommentar, der im wesentlichen auf eines fokussiert: Die Ursache des Streits seien verletzte Eitelkeiten. &#8220;Das Recht auf die erste Präsentation hätte eigentlich den Magdeburger Männern zugestanden&#8221;, schreibt der Kommentator, der &#8220;zufällig&#8221; in Halle sitzende Landesarchäologe habe jedoch nicht widerstehen können und die Editha den Magdeburgern &#8221; ausgespannt – nur für die &#8216;Erstpräsentation&#8217; bitteschön.&#8221;<br />
Hier entsteht der Eindruck, bei der gesamten Angelegenheit gehe es tatsächlich nur um eine Provinzposse, so wie es das Landesamt auch tatsächlich darstellt. Es ist doch bemerkenswert, dass in derselben Zeitung, auf deren Leserbriefseite sich heute nur kritische Stimmen &#8211; selbst aus Halle &#8211; finden, ein Kommentar erscheint, der es nicht fertig bringt, eine Wertung abzugeben. Stattdessen werden beiden Parteien Eitelkeit und Aufmerksamkeitssucht unterstellt, wobei immer mitschwingt, dass die Magdeburger im Zweifelsfall nicht anders gehandelt hätten. Ein traurig Bild, das die Volksstimme hier abgibt &#8211; statt Mut zur Meinung Allgemeinkritik in alle Richtungen, nur nicht in Richtung Verursacher.</p>
<p>Aber kommen wir noch einmal zurück zum Kommentar der Mitteldeutschen Zeitung. Was stand da gleich: &#8221; Womöglich hätten die Beteiligten wegen fehlender wissenschaftlicher Erkenntnisse mehr gemutmaßt, als gewusst.&#8221; Die Magdeburger Volksstimme berichtet heute nämlich auch darüber, dass es in Halle beispielsweise nicht möglich ist, eine Altersanalyse der Knochen durchzuführen &#8211; dies gehe aber laut dem Direktor des Magdeburger Kulturhistorischen Museums, Puhle, beispielsweise in Kiel. Eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beschleuniger-Massenspektrometrie">AMS-Eildatierung</a> im dortigen Leibniz-Institut der Uni Kiel dauere vier bis fünf Wochen. Nur: </p>
<blockquote><p>Bislang, so das Landesamt Halle auf Nachfrage, sei man an die Knochen aber &#8220;noch nicht herangekommen&#8221;. Materialproben zur Altersanalyse seien noch nicht weitergereicht worden Dies verwundert Puhle. Steht der Sarg doch seit zehn Wochen in der Werkstatt des Landesamtes.</p></blockquote>
<p>Man darf also gespannt sein, was morgen in Halle präsentiert wird. Eine Identifizierung der Knochen jedenfalls wird nicht dazugehören &#8211; und Knochen werden auch nicht zu sehen sein, denn der Magdeburger Bischof <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Noack_(Theologe)">Axel Noack</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche_der_Kirchenprovinz_Sachsen">Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen</a>)forderte in einem Telefongespräch den Chef des Landesamts auf, pietätvoll mit dem Fund umzugehen und eben keine Knochen zu zeigen, und erhielt eine entsprechende Zusicherung.</p>
<p><strong>Update, 20:20 Uhr</strong><br />
Der OB Magdeburgs wird nun doch an der Präsentation teilnehmen. Wie MZ <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1233072862317">berichtet</a>, habe sich der OB mit dem Leiter des Landesamts geeinigt, dass &#8220;ein zentrales Element aus dem Fund&#8221; noch 2009 wieder im Dom zu sehen sein soll. Konkret soll es dabei um den Deckel des Bleisargs gehen. Meiner persönlichen Ansicht nach &#8220;too little, too late&#8221; &#8211; an Herrn Trümpers Stelle hätte ich wohl nicht teilgenommen.</p>
<p>Nach wie vor ist mir unklar, was dort morgen präsentiert werden soll. Der Leiter des Landesamts, Harald Meller, sagte übrigens, man habe &#8220;Informationen [...] nicht weit streuen wollen, da keiner gewusst habe, ob die Mutmaßungen um Editha gerechtfertigt seien.&#8221; Nun ist es ja ein löbliches Ansinnen, erst dann Fakten zu verkünden, wenn man sie denn hat, aber inwiefern morgen Fakten zur Identität der Toten präsentiert werden sollen, ohne dass eine Altersanalyse stattgefunden hat, bleibt schleierhaft. Aber yours truly wird morgen auch nach Halle fahren und sich das ansehen.</p>
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		<title>Nicht kritikfähig?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Dec 2008 16:31:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[Andere]]></category>
		<category><![CDATA[Idiotie]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Stura]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen schrieb ich zu einem Forderungskatalog des Studentenrats der Otto-von-Guericke-Universität einen Kommentar. Der sah in etwa so aus: &#8220;Der Der Studentenrat fordert nachhaltige Transparenz!&#8221; Dann bleibt zu hoffen, dass der Stura es auch schafft, die Protokolle der Sitzungen der letzten drei Monate zur Verfügung zu stellen. Der Kommentar erschien auf der Seite des &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2008/12/25/nicht-kritikfahig/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen schrieb ich zu einem <a href="http://www.studentenrat.org/?p=208">Forderungskatalog</a> des <a href="http://www.studentenrat.org/">Studentenrats</a> der <a href="http://www.ovgu.de">Otto-von-Guericke-Universität</a> einen Kommentar.<br />
Der sah in etwa so aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Der Studentenrat fordert nachhaltige Transparenz!&#8221;<br />
Dann bleibt zu hoffen, dass der Stura es auch schafft, die Protokolle der Sitzungen der letzten drei Monate zur Verfügung zu stellen.</p></blockquote>
<p>Der Kommentar erschien auf der Seite des Studentenrats, wie mir <a href="http://www.edition-flint.de">der Flint</a> bestätigte. Nun isser weg. Ich überlege ja noch, was ich davon halten soll, denn immerhin sind ein, zwei weitere Protokolle dazugekommen&#8230;wobei bei einem zweiwöchigen Sitzungsrhythmus immer noch einige fehlen. Aber irgendwie ist es da nicht weit her mit der Transparenz und der Kritikfähigkeit auf seiten des Stura. </p>
<p>Update 12.1.2009: Da isser ja. Kein Wunder, dass ich ihn nicht gefunden hab, gibt es doch zwei identische Posts auf <a href="http://www.studentenrat.org">der Stura-Seite</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Handball-WM. In Deutschland.</title>
		<link>http://sanity.madcynic.com/blog/2008/04/29/handball-wm-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 14:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>madcynic</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dat versteh ich nich]]></category>
		<category><![CDATA[Handball]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Web]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Post wurde ursprünglich am 21. Januar 2007 unter rock.madcynic.com veröffentlicht, passt aber hier viel besser. Seit gestern läuft sie ja nun, die Handball-Weltmeisterschaft. Und da wir ja alle heute in einer vernetzten Welt leben, dachte ich mir heute nachmittag, ich schau mal auf der offiziellen Seite vorbei. Aber was ist denn bitte das? Erstens &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://sanity.madcynic.com/blog/2008/04/29/handball-wm-in-deutschland/">Weiterlesen &#187;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Post wurde ursprünglich am 21. Januar 2007 unter <a href="http://rock.madcynic.com">rock.madcynic.com</a> veröffentlicht, passt aber hier viel besser.</em></p>
<p>Seit gestern läuft sie ja nun, die Handball-Weltmeisterschaft.<br />
Und da wir ja alle heute in einer vernetzten Welt leben, dachte ich mir heute nachmittag, ich schau mal auf der <a href="http://www.handball-wm-2007.de">offiziellen Seite </a> vorbei. Aber was ist denn bitte das?</p>
<p>Erstens ein furchtbares Design, meiner bescheidenen nichtfachlichen Meinung nach, und zweitens nicht mal ein Liveticker? Kinners, da wird aber geschlampt. Klar ist es unfair, die armen Handballer (Budget für die WM sind wohl <a href="http://www.welt.de/data/2007/01/12/1173588.html"> nicht einmal 10 Mio Euro </a>) mit der Fußball-WM zu vergleichen, aber einen Livergebnisdienst hätte man ja nun wirklich einbauen können&#8230;<br />
Sehr witzig auch die Liste der &#8220;weiteren großen Erfolge&#8221; auf der Teaminformationsseite. Ob die Isländer den <a href="http://www.handball-wm-2007.de/front_content.php?idcat=62&amp;r1=">13. Platz bei der EM 2004 in Slowenien</a> wirklich als großen Erfolg sehen?<br />
Mit der Seite wird es den Organisatoren wohl eher nicht gelingen, die <a href="http://www.kicker.de/mehrsport/handball/startseite/artikel/360098/">katastrophalen Bekannheitswerte der WM</a> zu steigern.</p>
<p>Nunja, mir als Magdeburger bleibt ja immer noch die <a href="http://blog.blinkenarea.org/index.php/2007/01/20/handball-wm/"> kleine Anzeigetafel </a> in der Innenstadt. *G*</p>
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