Datenschutz mal anders

Während es ja an meiner Lieblingsuniversität schon mal Probleme mit dem Datenschutz gab, hatte ich heute ein etwas anderes Erlebnis.
Für einen mittlerweile in Berlin lebenden Freund holte ich, mit einem vorausgefüllten Formular und einer Vollmacht bewaffnet, einige Unterschriften ein, um seine Exmatrikulierung abzuschließen. Dafür braucht man hier Unterschriften des Studentenrats (alle Sozialdarlehen zurückgezahlt?), der Universitätsbibliothek (alle Bücher abgegeben?), des Pförtners (alle Schlüssel wieder zurückgegeben?) und des Prüfungsamts der jeweiligen Fakultät. Bei den drei erstgenannten Stellen interessierte sich niemand für meine Identität oder die Vollmacht, da bekam ich die Unterschriften einfach so. Im Prüfungsamt musste ich mich dann allerdings ausweisen. Aber dennoch bleibt die Frage: Was ist eigentlich, wenn das im Prüfungsamt mal jemand vergisst? Kann man dann einfach so jeden Studenten, von dem man einige grundlegende Daten kennt, exmatrikulieren?
Morgen geb ich den Antrag ab, mal sehen, ob man da nochmal meine Identität verifiziert…

Update: Ja, bei Abgabe war noch ne Verifikation erforderlich. Immerhin.

Eine Reaktion auf Datenschutz mal anders

  1. Ich weiss nicht, mich taets nicht ueberraschen, wenn es einfach so geht. Ich habe nach meinem Umzug meine neue Adresse im Imma-amt angegeben. Da wurde auch nicht nach meinem Ausweis gefragt. Die wollte nur Matrikelnummer und Name wissen. Kann ich jetzt ein paar Leute an der Uni ummelden, wenn ich deren Matrikelnummer und Namen kenne?
    Aber woher sollen die Leute sowas auch wissen? Es gibt keinen Datenschutzbeauftragten. Und der Ehemalige hat wohl nie irgendwelche Personalschulungen oder so gemacht….