Sterblich sind wir alle

Gestern abend las ich wieder einmal Tom Stoppards Bühnenstück „Rosencrantz and Guildenstern Are Dead„. Dort fragt sich Rosencrantz im 2. Akt:

Whatever became of the moment when one first knew about death? There must have been one, a moment, in childhood when it first occured to you that you don’t go on for ever. It must have been shattering–stamped into one’s memory. And yet I can’t remember it.

Das ist in der Tat eine interessante Fragestellung. Rosencrantz schließt mit der Feststellung, man müsse ein instinktives Gefühl dafür haben, dass das Leben endlich ist – aber ist das so? Gibts da wissnschaftliche Erkenntnisse zu?

2 Reaktionen auf Sterblich sind wir alle

  1. Ne, glaube nicht, dass man ein instinktives Gefühl für die Endlichkeit des Lebens hat. *am.Kopf.kratz*
    Ist alles Sozialisation, würde ich sagen.

  2. Ein Bewußtsein für die Endlichkeit des Lebens bekommt man als Kind zumindest dann, wenn man in einem Mehrgenerationen-Haushalt aufwächst und Großmutter oder – vater sterben. Andererseits ist da die Vorstellung, daß es einen selbst treffen wird noch völlig abstrakt – selbst 20jährige halten sich ja noch für unsterblich. Das wirkliche Bewußtsein für der Endlichkeit des eigenen Lebens dämmert so zwischen dem 45. und 50. Lebensjahr herauf – die eigenen Eltern sind hinfällig oder gerade gestorben und auch im Freundeskreis hat der Sensenmann schon zugeschlagen. Diese Erkenntnis der Endlichkeit ist aber wissenschaftlich genausowenig zu fassen wie der Begriff der Unendlichkeit.