Monatsarchiv: Dezember 2007

Vollversammlung!

Heute war ich auf einer Vollversammlung. Also eigentlich. Zum Glück kamen nicht alle 3.000 Studenten der Fakultät, so dass man im Raum noch einen Sitzplatz bekam. Gut, atmen konnte man nach ’ner Stunde so auch nicht mehr, aber Opfer müssen gebracht werden, es geht schließlich um…
Ja, worum geht es eigentlich? Kurz zur Situation. Also, der Bolognaprozess führt zur Abschaffung der traditionellen Studiengänge Diplom und Magister. Und da das Land Sachsen-Anhalt in seiner unendlichen Weisheit beschlossen hat, die Gymnasiallehrerausbildung nur noch in der verbotenen Stadt durchzuführen, wurde auch dieser Studiengang in Magdeburg abgeschafft und läuft aus. Das alles in Zusammenarbeit mit Einsparungsmaßnahmen führt zu einer gewaltigen Umstrukturierung an der Fakultät, die sich nun auf die Ausbildung von lustigen Menschen mit dem Abschluss „Bachelor of Arts“ konzentriert.
Blöd nur, dass es da noch den ein oder anderen Studenten gibt, der tatsächlich die Frechheit besitzt, sein Lehramtsstudium (oder Magisterstudium) noch zu Ende führen zu wollen…

Durch Personalmangel kommt es dann mitunter zu Engpässen, Veranstaltungen werden nicht angeboten oder sind für zu wenige Studenten geöffnet – oder für Magister/Lehrämter gleich gar nicht zugänglich. Und daaaaann…dann formt sich eine soziale Bewegung (also zumindest hab ich das heute abend öfter gehört, ich studier sowas ja nich…was’n das?), und die macht erstmal eins. Viel Lärm. Da wird dann zu einer Briefaktion aufgerufen, man möge doch bitte dem Herrn Rektor einen Brief schreiben – is klar, der Mann hat ja nix wichtiges zu tun und freut sich über Dutzende Briefchen, die bei ihm eintrudeln, natürlich schön häppchenweise. Dann kommt der Rektor in die Fakultät, wo er kurz die Lage erläutert – fassen wir kurz zusammen, es gibt äußere Zwänge und manches is eben so.

Nun ist man natürlich damit nicht zufrieden, und wenn der Deutsche nicht mehr weiter weiß, gründet er ’nen Arbeitskreis. In diesem Fall gilt: Er versucht es. Kennt jemand diese Videos von Studenten aus den 60er Jahren, die in irgendwelchen Hörsälen saßen und diskutierten? Ungefähr so war das heute auch, nur in Farbe statt schwarzweiß, mit nem kabellosen Mikro und dem Uniradio statt mit irgendwelchem nationalen Fernsehen. Naja, der Arbeitskreis hat ja noch nicht angefangen.

Zunächst einmal wurde das Konzept vorgestellt, das heißt nein, eigentlich wurden die Forderungen vorgestellt. Sie lassen sich gut auf einen Nenner bringen: Man fordert Mehr. Mehr Dozenten, mehr Veranstaltungen, mehr Betreuung, mehr mehr!
Dass muss ja auch finanziert werden, wird jetzt vielleicht der ein oder andere einwerfen. Stimmt. Hab ich auch gedacht. Aber das ist zu kurz gedacht. Einer der Anwesenden gab dem Arbeitskreis dann auch mit auf den Weg, Forderungen möglichst konkret zu formulieren.
Da kam allerdings ein Gegenargument, das mir die Augen öffnete: Je konkreter die Forderungen, desto wahrscheinlicher ist ihre Erfüllung – und dann wäre die Protestbewegung am Ende. Verflixt.

Aber um ein jähes Ende der Protestbewegung zu verhindern, haben wir ja jetzt den Arbeitskreis.

Kleiner Nachsatz: Ja, die Studienbedingungen an der FGSE sind schlecht im Augenblick, und ja, dagegen muss etwas getan werden. Aber wer in seinem Aktionismus nicht in der Lage ist, bestehende Strukturen, wie den fasra oder den Fakultätsrat, einzubinden, wer sich dann mit der Feststellung man habe nicht erfahren können, wer da wofür zuständig ist, entschuldigt, dem gehört mindestens gründlich der Kopf gewaschen. (Es hilft übrigens auch nichts, engagierte Studenten als „unscheinbar“ zu bezeichnen…)
Aktion und Protest müssen organisiert sein, eine starre Haltung mit nicht erfüllbaren und somit unkonstruktiven Forderungen bringen da gar nichts. Fortschritte des Arbeitskreises sollen übrigens hier zu verfolgen sein. Schaumermal.

Indoor champions

Last Saturday, the NOFV held its annual Indoor Championship at Riesa in Saxony. This is indoor footy, not futsal, of course. All Regionalliga teams from the NOFV territory were „invited“ to participate (there’s not really a way not to take part…) and so six teams competed in two groups of three: Cottbus II, Rot-Weiß-Erfurt and 1. FC Magdeburg in one, SV Babelsberg 03, Union Berlin and Dynamo Dresden in the other group. To add some spice to it, Magdeburg had lost to both Erfurt and Cottbus only recently.
In the first match, Magdeburg struggled, but was able to come away 4-3 winners over Cottbus‘ reserves. Yet a 0-2 loss to Erfurt meant that all hinged on the Cottbus-Erfurt match, and Magdeburg fans were treated to quite some drama, as Cottbus took a quick 2-0 lead. Erfurt, however, managed to equalize and eventually even win the game 4-2. This meant Magdeburg would face Union Berlin in the semi-final, while Erfurt met Dynamo Dresden.
The semifinal was a close call that had to be decided by spot kicks from 9 meters. Here Magdeburg’s goalkeeper saved some spot kicks and Magdeburg were through to the final where they once more met Erfurt. This time, Magdeburg didn’t go down easily and the match went to spot kicks as well. Again Marian Unger came to the rescue and for the first time Magdeburg were crowned NOFV Indoor Champions. Of course, indoor football is not a very good indicator for the quality of any team, as evidenced by the fact that Magdeburg’s Danny Kukulies became best goalscorer of the tournament, a player who couldn’t do anything in the open air season.
Impressions from training show that since the arrival of Paul Linz the team has trained with more concentration and also with increased intensity. Understandable, as with a new manager nobody can rely on previous merits so everyone has to prove his worth. Beginning in January, Magdeburg will play several friendlies, the highlight being the match against Bundesliga outfit Schalke 04 (January 19). Other opponents include Sachsen Leipzig (January 13) , Hessen Kassel (January 16) and Czech first flight team FK SIAD Most (not fixed yet, probably February 2).As training restarts on January 7, there are only a small number of days of training before the first match, but with the intensity of training shown so far, they should suffice.
In terms of transfer news it looks like Danny Kukulies will leave for tier IV side Tennis Borussia Berlin, and Tornieporth looks to be out of the door as well, despite hopes of getting a fresh start after Heyne had taken him out of the team for disciplinary reasons. No news regarding incoming players as of yet, only a plain denial of interest in Erfurt’s Kumbela who has been suspended by his club for disciplinary reasons (hitting his pregnant girlfriend in a nightclub, apparently).

Little updating

Moved my blog to WordPress, hope there aren’t any issues or anything wrong.

Blogging shall resume shortly.

Fragen über Fragen

Wieso schafft man es als Mitherausgeber einer Zeitschrift zur Didaktik eigentlich nicht, zu einem Vortrag ein Handout zu machen oder zumindest eine Gliederung an die Wand zu werfen?
Studenten hätten erstmal ’nen Anschiss kassiert

Zum Start was Positives

Normalerweise haben Blogger ja den Ruf, stetige Meckerer zu sein. Da möchte ich heute mal ein Gegenbeispiel sein (Beispiel sein kenn ich gut, gelte ich doch vielmals als ein schlechtes). Hier und heute geht es um ein Lob.
Auf eine Eingebung hin schrieb ich eine kurze, ja flapsige Email an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz geschrieben, in der ich lediglich um eine Auskunft über das Vorhandensein einigerPläne und Grundrisse bat. Eine Antwort erwartete ich nicht wirklich, und so verwunderte es mich nicht, dass sie ausblieb.
Wie groß meine Überraschung, als etwa einen Monat später eine Mail eintraf, und zwar vom Geheimen Staatsarchiv. Offenbar beschränkt man sich dort nicht auf simple Auskünfte à la „Ja, haben wir irgendwo. Müssen se ma suchen“, sondern gibt den Fragenden und Suchenden viel weitergehende Hilfestellung. In der Mail fand ich eine Liste mit potentiell relevanten Plänen, samt Aktenzeichen und Format. Außerdem eine Liste mit weiteren Archiven, die möglicherweise auch noch Pläne des Objekts beherbergen.
Da kann ich nur sagen, Danke und Respekt für den Service – auch wenn es sich hier sicher primär um einen Service für profesionelle Kunden (Historiker usw.) handelt. Nur habe ich nicht den Eindruck erweckt, ein solcher zu sein, und dennoch hat man mir den vollen Leistungsumfang angedeihen lassen.

Look at that, FA!

Within 48 hours of Dirk Heyne’s dismissal, FC Magdeburg have presented his successor as manager: Paul Linz.
Linz is a former forward and has played 33 Bundesliga matches and 233 matches in Bundesliga 2. Among others, he played for Werder Bremen and Waldhof Mannheim, scoring 115 career goals. After his playing days were over, he managed several clubs, most successfully Eintracht Trier which he guided back to Bundesliga 2 after a 21-year-absence.
At today’s press conference, Linz stated that while he’d have to see the team before deciding exactly what he’ll do, he wanted to put Magdeburg a lil more into the direction of attacking football. No surprise there, this coming from a former forward who, as he said, „always gets nervous when pushed back“. Linz added that there certainly was something to be done about the dismal performance of the attackers, in terms of winter transfers, he didn’t think the players were quite as bad as their statistics indicate. He indicated that he was not rushing the transfer issue, as he would want to sign quality players.
His contract runs till the end of the season, and if Magdeburg do qualify for the new tier III league, it will be automatically renewed for two more seasons. Thus, FC Magdeburg have solved one out of the three interesting issues in the winterbreak, the remaining two being the new players that have been promised.

Thursday sees a supporters meeting to discuss the new away kit. After the disastrous affair with this season’s orange away kit, the board had announced they’d listen to the fans‘ suggestions and wishes. Ought to be interesting.

Finally…

Yes, finally the Magdeburg board hhave taken the step many had expected three weeks ago: Following the 1-2 defeat at the hands of Cottbus‘ reserves, manager Dirk Heyne was relieved of his post. The board were quick to declare that they would like Heyne to take on another task at the club, owing to his iconic status (408 competitive matches as goalkeeper for the club) with the fans.
Looking back, Heyne was the right manager for the club when he was first installed, back in 2003. Then Magdeburg had just escaped bankruptcy and were struggling to get out of tier IV football on a tight budget. Heyne had been managing the club’s Under 19 team and his high identification with the club in addition to his relatively low experience in management (he had been goalkeeper and youth coach at Borussia Mönchengladbach, buthad never had the responsibility of managing a senior side) made him a good solution for the club.
Over the next few years, Heyne formed a competent team that consistently played a decent game of football. As relatively few changes were made to the playing squad, the players got to know each other very well, thus compensating with teamwork for what they lacked in individual ability. In the past two seasons, Heyne’s tactic (strong defense with counter-attacking football rather than trying to dominate the opposition) yielded great results: the team was promoted from Oberliga Süd and finished 3rd in the first year in the Regionalliga.
This style of play was highly dependent on a working midfield, an attentive defense and forwards that converted the few chances they got during a match. For some reason, this did not work this season. The difficulty lies in analyzing why it did not. Of course, this season’s team differs from last season’s. Players have aged, and some have not aged well. Two forwards left and were not adequately replaced. And our best new player, midfielder Florian Müller, is to tied up in defense to effectively fulfill an attacking role.
As Dirk Heyne was incapable of solving the problems in Magdeburg’s play, his dismissal was inevitable. Now it will be interesting to see who the board present as his successor and whether they can attract helpful players in the winter break.

Oh yea, here are the Cottbus stats.
Lineups
Energie Cottbus II: Männel – Bankert, Bittroff, Franke – Hackenberg, Schuppan, Thielemann, Küntzel, Bandrowski – Hensel, Ramaj (46′ Marrack)

1. FC Magdeburg: Unger – Grundmann, Kallnik, Probst – Neumann, Habryka (64′ Kukulies), Manai, Müller, Lindemann – Agyemang, Kullmann

Score summary
26′ Schuppan 1-0
63′ Schuppan 2-0 (pen)
67′ Grundmann 2-1

Attendance
700