Archiv

Archiv für April, 2008

Die deutsche Sprache ist für mich…

23. April 2008

Die deutsche Sprache ist eine unter vielen, eine von etwa 6500 weltweit. Einen besonderen Status hat das Deutsche für mich allein deshalb, weil es meine Muttersprache ist. Ich nutze die Sprache ausschließlich zur Informationsvermittlung, sie ist für mich ein Werkzeug, ein Mittel zum Zweck.
Bei der Ver- und Übermittlung von Informationen kommt es darauf an, möglichst genau und präzise, wenn möglich also eineindeutig zu formulieren. Eine solche eindeutige Formulierung ist bei mir das Ziel beim Sprachgebrauch. Es kommt mir nicht darauf an, ästhetisch besonders wertvolle Formulierungen zu finden oder durch meine Wortwahl bestimmte Gefühle hervorzurufen. Diese beiden Dinge überlasse ich lieber denen, die das können: Dichter, Liedermacher und Schriftsteller. Diese sachliche, präzise Sprache mag manchen nicht zufrieden stellen, ja sogar langweilen, aber sie ist in den Bereichen, in denen ich die Sprache nutze, unvermeidlich, weil zielführend. Es geht in der Wissenschaft mitnichten darum, ästhetisch wertvoll formuliert Thesen unter das Volk zu bringen, die sich im Nachhinein als unhaltbar erweisen. John Keats‘ Verse “Beauty is truth, truth beauty” haben in der Wissenschaft nur in Bezug auf die Schönheit der Wahrheit Anwendung gefunden.
Besonders im naturwissenschaftlichen Bereich leistete das Deutsche in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wichtige Dienste, war es doch Sprache vieler führender Wissenschaftler der Zeit. Diese Rolle hat die deutsche Sprache mittlerweile an das Englische abgetreten, allerdings gibt es auch heute noch Zwecke, für die einige Menschen lieber die deutsche Sprache nutzen als andere Sprachen.
In meinem Fall ist es eher umgekehrt: Für mich gibt es Zwecke, für die ich lieber andere Sprachen verwende als die deutsche. Schon die Hamburger Band Tocotronic hat 1995 festgestellt: “über Sex kann man nur auf Englisch singen/allzu leicht kann’s im Deutschen peinlich klingen” - ähnlich verhält es sich für mich mit … Fußball.
Tatsächlich glaube ich, dass man in der englischen Sprache bessere Texte über die Fußlümmelei schreiben kann, als man es im Deutschen je könnte. Allerdings mag diese Meinung auch mit der überwiegend doch vergleichsweise schwachen Berichterstattung in deutschen Medien zusammenhängen. Möglicherweise kann man im Spanischen oder Italienischen noch besser über Fútbol oder Calcio schreiben… aber darum geht es hier ja nicht. Die deutsche Sprache ist für mich ein Weg, Gedanken auszudrücken, aber sie ist nicht immer das Mittel der Wahl, die Entscheidung für das Deutsche hängt von mehreren Faktoren ab, von denen das intendierte Publikum lediglich einer ist — wenn auch ein wichtiger. Andere Faktoren sind das Thema, über welches ich zu schreiben oder sprechen gedenke, sowie die Überlegung, wie viel Distanz zum Geschriebenen sinnvoll ist — es fällt mir prinzipiell leichter, Distanz aufzubauen, wenn ich eine andere als meine Muttersprache verwende.
Bleibt festzuhalten: Deutsch ist für mich ein Mittel, es ist nie Zweck. Allerdings unterscheidet sich der Status des Deutschen bei mir in keiner Weise von dem anderer Sprachen.

Manchmal frag ich mich , , , ,

Wahrnehmungsprobleme

11. April 2008

Heute bin ich recht früh aufgestanden. Ausgeschlafen konnte man das nicht nennen. Dann war ich in der Uni, allerdings nur um für eine Veranstaltung zu plakatieren. Danach fiel mir im Fachschaftsrat der Spiegel vom 22. März in die Hände. Und weil ich wie gesagt noch nicht ganz so wach war, dachte ich erst es läge an mir - aber es gab wirklich keine Seiten 91 bis 102.
Der Verdacht, jemand habe sie herausgerissen, weil ein interessanter Artikel dringestanden hatte, ließ sich anhand des Inhaltsverzeichnisses auch nicht belegen. Der Flint stellte nämlich recht schnell fest, dass es die Seiten auch dort nicht gibt.
Was also soll das? Kann man beim Spiegel nicht zählen? Oder möchte man größeren Umfang vortäuschen? Aber wenn das der Fall ist, warum dann nicht bei Ausgaben, die nur 150 Seiten haben?
Fragen über Fragen.

Manchmal frag ich mich , , ,

Errungenschaften der Technik

5. April 2008

Heute war ich im Jahrtausendturm in Magdeburg und habe dort die Errungenschaften aus 6000 Jahren menschlicher Entwicklung betrachtet. Der Flint hat da netterweise einen schönen Artikel geschrieben. Was er aber nicht erwähnt hat, war diese Neuentwicklung - wohl aus USA - schräge Stellwand mit Papierspender.

Neuentwicklung aus USA

Das Kurzwort , ,