Internetsperren

6. Juni 2009 von madcynic

Da ja jetzt auch ein Koalitionspolitiker damit rausgerückt ist, dass es nicht nur um Kinderpornographie geht, wenn die Regierung über Internetsperren spricht, haben der Flint und ich uns mal (ganz kurz) Gedanken gemacht, was Internetsperren eigentlich sind.

19:19 madcynic: internetsperren sind ja eigentlich dasselbe wie ein reiseverbot
19:19 Flint: der Vergleich leuchtet mir gerade net so ganz ein
19:19 madcynic: naja.
19:20 Flint: ich finde Internetsperren sind eher so wie diese “Gefahrenbrillen” aus dem Anhalter
19:20 madcynic: es kann ja eigentlich nicht um inländische seiten gehen, da die nach normalem deutschen recht verfolgbar sind. also schützt man die bevölkerung vor den bösen ausländischen seiten, auf die man keinen einfluß hat
19:21 madcynic: in etwa so, als würde man die deutschen daran hindern, ins ausland zu reisen, weil man sie da nicht mit deutschen gesetzen schützen kann.
19:21 Flint: hm…kaaay…von der Seite aus…joa

Das Kurzwort , , , , ,

Des Cynics Wörterbuch, Teil X

1. Juni 2009 von madcynic

Nach längerer Pause mal wieder ein neuer Eintrag im Wörterbuch.

Heute: dialekttolerant. Adjektiv.

Als dialekttolerant bezeichnet man Menschen, die gegenüber fremden Dialekten aufgeschlossen sind und nicht von diesen auf Intelligenz, sozialen Hintergrund und ähnliches des Sprechers rückschließen, geschweige denn die Sprecher deswegen diskriminieren oder eine Abneigung gegen sie entwickeln.

Allerdings hat Dialekttoleranz auch immer Grenzen. Bei mir persönlich hörts beim Sächsischen und auch zum Teil schon beim Hallenser Dialekt auf.

Wörterbuch , , ,

Antwort vom DFB

20. Mai 2009 von madcynic

Am Montag schrieb ich einen Beitrag zu meiner Meinung nach missverständlichen Äußerungen des DFB-Sportdirektors Matthias Sammer. Gleichzeitig schrieb ich auch eine nur in Nuancen veränderte Mail an den DFB mit der Bitte um Klarstellung. Gestern abend erreichte mich nun die Antwort des DFB. Da ich bereits in der ersten Mail darauf hinwies, dass der Inhalt zeitgleich hier publiziert wird, veröffentliche ich jetzt auch mal die Antwort.

Sehr geehrter Herr Z.,

Sie interpretieren die Aussagen des DFB-Sportdirektors Matthias Sammer in diesem Zusammenhang falsch. Zudem ist es einer einzelnen Person gar nicht möglich, in dieser Art in das Lizenzierungsverfahren einzugreifen. Ihre Vorwürfe und Verdächtigungen sind aus der Luft gegriffen.

Interessanterweise erreichen uns häufig Beschwerden, dass sich Matthias Sammer zu wenig für den Fußball im Osten einsetzen würde.

Am Ende hat es eben doch jeder Verein erstmal selbst in der Hand…oder besser gesagt auf dem Fuß.

Mit freundlichen Grüßen

DFB-Pressestelle

Da ich mit dieser Antwort nun nicht wirklich zufrieden bin – schließlich hat die Pressestelle das wichtige hübsch umkreist, konnte ich gar nicht anders – ich musste noch einmal nachfragen.

Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Anfrage. Ich muss allerdings zunächst einmal klarstellen, dass es sich bei meiner Anfrage weder um einen Vorwurf noch um eine Verdächtigung handelte, sondern um die Bitte um eine Stellungnahme. Da Sie ja selbst schreiben, eine einzelne Person könne gar nicht “in dieser Art in das Lizenzierungsverfahren” eingreifen, stellt sich mir allerdings weiterhin die Frage, worin die Hilfe von Matthias Sammer für Dynamo Dresden denn nun besteht, die er in dem von mir zitierten Beitrag meint.

Konkret:
1. Was meint Matthias Sammer, wenn er sagt, er könne dem Verein Dynamo Dresden “nicht mehr” helfen?
2. Hat Matthias Sammer dem Verein Dynamo Dresden in der Vergangenheit geholfen?
3. Wäre es nicht problematisch, wenn ein Mitglied der Sportlichen Leitung des nationalen Verbandes einem einzelnen Verein unter die Arme greift, obwohl die Aufgabe des nationalen Verbandes doch sicher die Förderung des Fußballsports in seiner Gesamtheit ist?

Es ist in der Tat schade, dass Sie oftmals Beschwerden erreichen, Herr Sammer würde sich nicht genug für den Fußball im Osten einsetzen. Das ist, so wie ich das DFB-Organigramm verstehe, allerdings ja auch gar nicht seine Aufgabe, sondern wäre die Aufgabe des gesamten Deutschen Fußball-Bunds.

Mal sehen, was da jetzt kommt.

Es kam das folgende:

Sehr geehrter Herr Z.,

Sie sprechen in ihrem ersten Schreiben von einem “merkwürdigen Bild”. Deshalb haben wir von “Verdächtigungen” gesprochen. Davon abgesehen geben wir gerne ein Statement ab – was wir ja auch in der vergangenen Mail getan haben.

Matthias Sammer hat u.a. das Sportgymnasium Dresden besucht. Anbei senden wir Ihnen eine Link über eine Ehrung, die Matthias Sammer als Repräsentant des DFB vorgenommen hat.

http://www.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=15769&tx_dfbnews_pi1[sword]=Sammer%20Dresden&tx_dfbnews_pi4[cat]=121

Dass jeder eine Biografie hat, so wie Sie auch Ihre Herkunft und Ihre Kultur haben, ist doch ganz normal. Und dass Matthias Sammer eben aus Dresden stammt, und dort in seinen Jahren beim DFB zwei oder maximal drei Termine gemacht hat, ist schlicht normal.

Ansonsten geben wir Ihnen in jedem Punkt recht – es geht um die Förderung des Fußballsportes insgesamt.

Mit freundlichen Grüßen

DFB-Pressestelle

Tja, was soll man dazu sagen? Konkrete Fragen, auf die gar nicht eingegangen wird…man könnte es beredtes Schweigen nennen.

Dat versteh ich nich , ,

Eine Frage an Matthias Sammer

18. Mai 2009 von madcynic

Am vergangenen Sonnabend strahlte der Mitteldeutsche Rundfunk in seiner Sendung Sport im Osten einen Beitrag aus, der sich mit der Frage des Sportdirektors bei Dynamo Dresden beschäftigte. Zu Wort kam auch der ehemalige Dynamo-Spieler Matthias Sammer, besser bekannt als DFB-Sportdirektor. Neben generellen Freundschaftsbezeugungen Richtung Ralf Minge (Ex-Sportdirektor bei Dynamo) fiel dabei auch ein Satz, der aufhorchen lässt:

Da kann ich auch mit einem bisschen Abstand dem Verein nicht mehr helfen.

Was meint Sammer damit? Zum Thema muss man wissen, dass der Verein Dynamo Dresden nicht erst in dieser Saison in die Schlagzeilen geriet, weil er angeblich kurz vor der Pleite stand. In der Saison 2006/07 war dies auch bereits der Fall. Dort gab Dynamo bekannt, dass sie nicht mehr liquide seien, just in dem Augenblick, als der Abriss und damit der Neubau des Stadions in Dresden begonnen hatte. Dieses Stadion ist ein städtisches Stadion, das die Stadt mit Dynamo Dresden als Hauptnutzer errichtet. Als der Verein nun vor der Pleite stand, gab es ein Darlehen der Stadt unter der Bedingung, ein Sanierungskonzept vorzulegen. Das ist bisher noch nicht geschehen.

Die Frage ist allerdings, wie ein Verein überhaupt in diese Schieflage kommen, und dennoch die Lizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen konnte. Für 2006/07 hat der Verein einen Etat eingereicht, der nach den Worten des mittlerweile zurückgetretenen Aufsichtsratschefs Thomas Mulansky nicht vom Aufsichtsrat abgesegnet gewesen ist. In diesem Etat wurde unter anderem mit einem Zuschauerschnitt kalkuliert, der wegen des Stadionumbaus in Dresden gar nicht haltbar war. Kurz gesagt – die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Vereins war nicht gegeben. Dynamo Dresden erhielt die Lizenz.
Für 2008/09 reichte der Verein wieder einen Etat ein und wieder erhielt er die Lizenz – um pünktlich zur Winterpause zu vermelden, dass man nicht mehr liquide sein. Dieses Mal sprang Kinowelt-Besitzer Michael Kölmel, durch großzügige Darlehen an mehrere Vereine (1. FC Union Berlin, Karlsruher SC, FC Sachsen Leipzig, 1. FC Magdeburg) schon bekannt, ein und half Dynamo mit einem Darlehen über die Runden. Als Gegenleistung erhielt er von Dresden die Rechte am Vereinslogo…
Noch hat Dynamo Dresden keine Lizenz für 2009/10 erteilt bekommen, aber das scheint nur eine Frage der Zeit.

Nimmt man nun die fragwürdigen Lizenzentscheidungen und setzt sie in Zusammenhang mit dem mdr-Beitrag, in dem unter anderem die Rede davon ist, Sammer habe “seine Hand schützend” über den Verein gehalten, kombiniert mit Sammers eigener Aussage, er könne “dem Verein nicht mehr helfen”, so entsteht doch ein recht merkwürdiges Bild. Was genau meint der mdr, wenn er von der schützenden Hand spricht und was meint Sammer, wenn er sagt, er kann nicht mehr helfen? Und zu guter Letzt: Warum fragte der mdr nicht gleich nach?

Den mdr-Beitrag findet man noch hier, es ist Nummer 20, “Fußball: Kehrt Ralf Minge zurück?”

Disclaimer: Ich bin Anhänger des 1. FC Magdeburg, einem Verein, der sich als Geschädigter betrachten könnte, wenn Dynamo Dresden zu Unrecht die Lizenz für 2008/09 erhielt.

Dat versteh ich nich , , ,

Kindererziehung

30. April 2009 von madcynic

Die letzten paar Tage verbrachte ich bei meiner Schwester. So eine Auszeit vom Studienalltag ist mal ganz nett. Urlaub war es allerdings nicht wirklich™ – denn ich verbrachte den Großteil der Zeit mit meinem nicht ganz zweijährigen Neffen. Der ist halt Kind und braucht Aufmerksamkeit, aber wenn man das nicht jeden Tag hat, ist es auch auszuhalten, obwohl es nicht das eigene Kind ist.1

Besonders interessant ist die Phase natürlich gerade, denn der Junge macht langsam das, was die englisch-sprechende Welt als “potty training” kennt. Wir alle wissen ja, dass es irgendwann doch einfacher für alle Beteiligten ist, wenn man selbständig auf Toilette gehen kann und nicht mehr auf die Windeln angewiesen ist. Zu meiner Zeit gabs zu diesem Zweck einerseits Plastiktöpfchen und andererseits, für die Fortgeschrittenen sozusagen, Plastikeinsätze für das WC, damit man mit dem schmalen Hintern nicht durch die Brille rutscht. Man war als Kind ja immer stolz wie Oskar, wenn man was konnte “wie ein Erwachsener”. Nunja, Töpfchen gibts immer noch, aber irgendwie sind die jetzt anders… Mehr…

  1. bei eigenen Kindern ist ja alles anders, liest und hört man zumindest immer wieder []

Manchmal frag ich mich , , , ,

Ideen

24. April 2009 von madcynic

Heute Idee gehabt. Mash-Up Führerrede und Marlene-Dietrich-Song.

Idee verworfen. Lyrics passen zu gut – ist nicht mehr lustig.

Mist.

Das Kurzwort , ,

Winterschlaf

27. März 2009 von madcynic

Oder so ähnlich. Zwar gibt es gerade hinreichend viele Dinge, über die sich aufzuregen zu schreiben lohnt, aber ich muss gerade Zeug fürs Studium machen, da issat nich drin.

Das Kurzwort